Wie und wo lernt man am besten Programmieren?

Von der Volkshochschule bis zum privaten Bildungsträger: In jeder Großstadt gibt es vielfältige Lernangebote zu etlichen Programmiersprachen. In der Qualität sind diese Kurse oft sehr unterschiedlich. Stark kommt es auf die Zusammensetzung der Gruppe an und auf die Kursleitung. Das Lernen in festen Gruppen und im Korsett wöchentlich fixer Kurstermine bringt immer die Gefahr mit sich, dass sich der Fortschritt am Schwächsten ausrichtet. Oder Stärkere preschen so voran, dass Schwächere gar nicht mehr mitkommen. Ist der oder die Kursleiter/in dazu noch Hobbyprogrammierer/in, gerät so ein Kursus schon mal schnell zu einer Veranstaltung, bei der man nachher kaum schlauer als zuvor ist. Dazu kommt, dass in manchen Fortbildungseinrichtungen auch die technische Ausstattung nicht dem entspricht, was für das Erlernen einer modernen Programmiersprache wünschenswert wäre.

Deshalb heißt es richtig: Wer das Programmieren lernen will und dabei die Gemeinschaft eines Kurses sucht, sollte sich vorher alles gut anschauen. Neben den Lernbedingungen sind sicher auch die Kosten eines solchen Kurses ein gewichtiges Argument.

Wer gern für sich lernt, findet im Internet zu jeder Programmiersprache verstreute Tipps und Anwendungshilfen, Programmierbeschreibungen etc. Außerdem gibt es eine Menge an Literatur zu den gängigsten Programmiersprachen. Die Gefahr bei dieser Art des Lernens ist jedoch, dass das Aufgeben immer mit am Tisch sitzt. Denn eine vernünftige Planung von Lerneinheiten und Lernfortschritt gibt es im Internet nicht kostenlos und in Büchern nur sehr begrenzt. Außerdem fehlt jede Lernkontrolle und jede Erfolgsbestätigung von außen. Niemanden kann man anrufen und fragen, wenn es mal hakt. Die Methode, ganz allein für sich aus Buch und Internet zu lernen, ist also nur etwas für die Härtesten.

Ganz anders Fernkurse, von denen auch eine Menge in unterschiedlicher Qualität angeboten werden. Der Vorteil: Man lernt portionsweise nach Lehrmaterial, das für die Erwachsenenbildung aufgebaut ist und teilt sich das Lernen nach persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten auf. Gute Fernlehrinstitute bieten darüber hinaus persönliche Begleitung per Telefon oder E-Mail an. Und sie schaffen es sogar, Lernende über das Internet zu verknüpfen. In den meisten Fällen wird Fernunterricht die beste Methode sein, eine Programmiersprache zu lernen.

Fernunterricht

Wer als Erwachsener etwas Neues lernen will oder sich weiterbildet, ist auf Lernbedingungen angewiesen, die seiner persönlichen Situation entgegenkommen. Gute Voraussetzungen bietet daher der Fernunterricht, in dem der Lernprozess rein über vorbereitete Medien gesteuert und der Lernerfolg schriftlich überprüft wird. Fernlehrgänge gehören schon lange zu den beliebtesten Bildungswegen. Um dieser Beliebtheit Rechnung zu tragen, hat der Staat einen speziellen Schutz entwickelt:

Über das Fernunterrichtsschutzgesetz ist klar geregelt, dass Fernlehrgänge geprüft und staatlich zugelassen werden müssen. Das Gesetz soll Lernwillige davor schützen, für unwirksame Lernangebote Geld auszugeben. Die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht in Köln vergibt das Prüfsiegel für anerkannte Fernlehrgänge.

Welcher Lerntyp sind Sie?

Untersuchungen zeigen, dass es große individuelle Unterschiede bei der Lernbegabung gibt. Das heißt nicht, einer ist dümmer als der andere, sondern einer braucht andere Techniken zum Lernen als ein anderer. Die persönliche Lernbegabung ist allerdings den meisten Menschen gar nicht bekannt. Deshalb mühen sich viele mit Arbeitsmethoden ab, die ihnen nur unter großen Schwierigkeiten einen Lernerfolg bringen. Wie jeder Mensch unterschiedlich ist, so findet auch jeder auf unterschiedliche Weise Erfolg. Dennoch kann man die unterschiedlichen Lernbegabungen in eine Typologie fassen. Die hat beispielhaft die Hamburger Akademie im Rahmen ihres smartLearn®-Konzepts in 4 Lerntypen entwickelt.

Lerntyp A: verbal-abstrakt
Zu diesem Lerntyp gehört, wer am liebsten „klassisch“ lernt, indem er liest, schreibend rekapituliert und zusammenfasst, und so zum Erfolg kommt. Menschen dieses Lerntyps bringen optimale Voraussetzungen für den Fernunterricht mit. Lerntechniken vom Karteikartensystem über Mindmapping, schriftliche Zusammenfassungen, Lerntagebuch bis zur geschickten Portinierung von Lerneinheiten kommen diesem Lerntyp entgegen.

Lerntyp B: visuell-bildlich
Wer sich gern Wissen aneignet, indem er sich ein Bild von Fakten und Zusammenhängen macht, sich auch Abstraktes bildlich und konkret vorstellt, der gehört zum Lerntyp „visuell-bildlich“. Manchmal reicht ein Stichwort, und ein ganzer Film läuft ab. Neben Mindmapping sind Lernposter, Karteikarten mit Skizzen, Bilderkarteien und einiges mehr fruchtbare Lerntechniken für die kreativen „Visuell-Bildlichen“. Auch dieser Lerntyp ist hervorragend für den Fernunterricht geeignet.

Lerntyp C: auditiv
Der kommunikative Typ. Verstehen fällt leichter, wenn jemand etwas kurz erklärt. Dieser Lerntyp kommt am besten zurecht, wenn ihm ein leibhaftiger Lehrer den Lernstoff erläutert. Mit den entsprechenden Lerntechniken ist aber auch der „Auditive“ ein Typ, der im Fernlehrgang schneller vorankommt. Einige der Rezepte: Lernpartner suchen, Lernstoff selber zusammenfassend auf Kassetten oder digital aufnehmen und zur Wiederholung abspielen, Lernquiz spielen etc.

Lerntyp D: aktiv-handelnd
Schriftliche Beschreibungen und Erklärungen sind nicht Sache dieses Lerntyps. „Learning by doing“, das experimentelle Herangehen an Lernstoff schon eher. Diese praktische Ader kommt dem „Aktiv-Handelnden“ gerade im Fernunterricht zum Programmieren zugute. Denn dieser Typ hat sicher keine Scheu, jeden Lernschritt gleich in der Praxis am Computer auszuprobieren und den nächsten gleich vorweg zu nehmen.

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