Die passende Lernwelt schafft optimalen Zugang

Wer lernt, braucht die passende Umgebung. Nur selten kommt es vor, dass Menschen die Begabung haben, mitten in Lärm, Unordnung und Chaos sich so abzukapseln, dass sie ungestört lernen können. Ruhe, Zeit, Ordnung und Platz sind fürs Lernen wichtig.

Klarheit am Arbeitsplatz
An den Arbeitsplatz gehört idealerweise nur das, womit man sich gerade beschäftigen will. Dazu kommen die benötigten Arbeitshilfen. Alles andere, alles Ablenkende ist nicht nur überflüssig, sondern oft auch schädlich. Denn es stört die Konzentration. Unterlagen sollten nach Themen und Aufgaben sortiert sein, so dass es einfach ist, jederzeit den Überblick zu behalten. Dazu gehört, alle benötigten Materialien in Griffweite zu haben. Auch Suchaktionen während der Arbeit stören.

Optimale Lernumgebung
Eine bequeme Sitzgelegenheit und ein stabiler, der Größe des Lernenden angepasster Tisch sind Grundvoraussetzungen dafür, dass Lernen nicht schon nach kurzer Zeit zu Verspannungen führt. Hilfreich sein können auch alternative Sitz- oder Hockgelegenheiten, wenn man sowieso zu Verspannungen neigt. Oder ein Stehpult als Abwechslung zum Schreibtisch. Damit die Konzentration nicht schon nach einer Viertelstunde verfliegt, ist Sauerstoff nötig. Wer gut lernen will, sogt gut für frische Luft!

Rituale zur Lerneinstimmung
Um in eine positive Lernstimmung zu kommen und die gerade beendete Tätigkeit hinter sich zu lassen, helfen oft kleine Rituale. Sie müssen nichts mit dem Lernen zu tun haben. Wichtig ist, dass sie dem Lernenden gefallen und ihn in eine „aufgeräumte“ Stimmung versetzen. Ob es hilft, eine Kleinigkeit zu essen, kurz um den Block zu gehen, ein paar Bewegungsübungen zu machen, ein bestimmtes Kleidungsstück anzuziehen oder was auch immer – wichtig ist, Abstand zum Vergangenen und Konzentration auf das Neue zu gewinnen. So können anfängliche Lernblockaden schon im Ansatz ausgebremst werden.

Lernmotivation
Wer etwas lernen will, ist erst mal grundsätzlich motiviert. Diese Motivation geht nur leider häufiger im Lernprozess verloren. Ihr größter Feind sind überzogene Ziele. Sie sorgen in vielen Fällen für Enttäuschung, die dann den Lernfortschritt behindert. Das Rezept dagegen: Erst einmal vorsichtig ausprobieren, wie viel Pensum in einer angemessenen Zeiteinheit zu schaffen ist. Auf dieser Grundlage lassen sich Lernziele festlegen, die auch erreichbar sind. Wichtig: Jeder Teilerfolg will belohnt sein – das steigert die Motivation, nach dem nächsten Teilerfolg zu greifen.

Effektive Zeitplanung
Manchmal sind kurze Lernzeiten zur Wiederholung oder um den Lernstoff aufzuarbeiten sinnvoll. Für das Einarbeiten in ein neues Lernkapitel, ein neues Stoffgebiet sollten jedoch auch Lernphasen von mindestens zwei Stunden Länge eingeplant werden. Denn die braucht man, um sich in Ruhe in ein neues Thema hineinzudenken. Die Lernzeiten unendlich auszudehnen, macht aber auch keinen Sinn. Wer jeden Tag ein bis zwei Stunden intensiv lernt, lernt leichter, als wenn er an einem Abend der Woche bis tief in die Nacht am Schreibtisch sitzt. Auch Pausen sind wichtig! Manche Menschen können anfangs nur zehn Minuten am Stück lernen. Nichts Erschreckendes, das ist normal. In diesen Fällen gilt es, das Lernpensum langsam, aber stetig zu steigern.

Suchen



gratis-infos-box