So kennen Sie den Computer

Jedes Kleinkind weiß heute, was ein Computer ist. Aber kein Kleinkind kann einen Computer so genau beschreiben, wie Sie das können:

Der Computer ist ganz einfach ein Rechner. Die Bezeichnung stammt aus dem Lateinischen: Computare = zusammenrechnen. Heute ist dieser Rechner oft schon ein Gerät, das wenig Platz erfordert. Es steht als Desktop auf oder unter dem Arbeitsplatz oder ist als Laptop schon kombiniert mit dem wichtigsten Ausgabegerät, dem Bildschirm. Der Rechner verarbeitet das, was ihm eingegeben wird. Dazu dient ihm sein Herz, die CPU (Central Processing Unit).

Das Ergebnis, das vom Computer erwartet wird, kommt nach dem EVA-Prinzip zu Stande:
EVA = Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe

Daten und Befehle empfängt der Rechner über die Tatatur, die Maus, Scanner, Mikrofon und Bildschirm (Maus, Touch-Screen). Dazu gibt es Eingaben aus dem Zuladen von Speichermedien wie DVD, CD-ROM, USB-Memory-Sticks, Disketten und weiteren Speichermedien.

Die Verarbeitung erfolgt gemäß den ablaufenden Programmbefehlen in der CPU. Es wird verknüpft, verschoben, verändert, gelöscht etc. Damit das alles funktioniert, gibt es im Rechner ein Verkehrsmittel, den Bus. Er transportiert die Daten und Programmbefehle. Was zuerst erledigt werden soll, ist in den Registern der CPU geordnet. Was nachfolgt, befindet sich im Kurzzeitspeicher Cache. Die nächsten Daten und Befehle warten im Arbeitsspeicher. Und was dann noch erledigt werden soll, muss von der Festplatte des Rechners oder externen Speichermedien zugeladen werden.

Die Ausgabe erfolgt über Geräte, die das Ergebnis des Rechners so darstellen, dass der Benutzer damit etwas anfangen kann. Bildschirm, Drucker, Lautsprecher – das ist das Dreigestirn der Ausgabe.

Ohne Betriebssystem geht nichts

Damit Mensch und Rechner sich verstehen, ist ein Betriebssystem unerlässlich. Es garantiert, dass nach dem Einschalten binnen weniger Momente dem Nutzer eine Arbeitsfläche zur Verfügung steht, die er versteht. Das setzt voraus, dass der Rechner blitzschnell schon mal einige grundlegende Arbeitsschritte erledigt. Er rechnet einen Arbeitsplatz herbei, der natürlich nur so aussehen kann, wie er einmal programmiert ist. Er lädt Anwendungsprogramme, Ordner und Speicher, Verbindungen zu Eingabe- und Ausgabegeräten usw. Diese Vorarbeit des Rechners beim Hochfahren ist dafür verantwortlich, dass wir überhaupt mit dem Rechner kommunizieren können.

Im Zeitalter der DOS-Rechner sah das Betriebssystem so aus, das auf dem Bildschirm zunächst eine schier endlose Reihe von abgearbeiteten Befehlen erschien, bis dann das erlösende C:// erschien. Darauf musste man eingeben, auf welches Verzeichnis der Rechner zugreifen sollte. Dann kam Windows, und damit fing die Segenszeit der grafischen Benutzeroberflächen an. Heute ist es jeder gewohnt, einen Arbeitsplatz zu haben, der über Zeichen (Icons) und Ordner schnell zu dem führt, was man braucht.

Neben Windows sind als Betriebssysteme Linux und OS für die Apple-Computer gebräuchlich. Alle drei generieren unterschiedliche Arbeitsplätze und Benutzeroberflächen. Betriebssystem und Rechner werden in der Regel im Paket verkauft. Dies hat durchaus Sinn gemacht für die Jahre, in denen die großen Wettbewerber der PC-Industrie noch grundlegend unterschiedliche Chips einbauten. In den letzten Jahren hat eine Bewegung auf einen einheitlichen Standard eingesetzt. Vielleicht ist es in Kürze möglich, dass jeder auf der Hardware seiner Wahl das ihm passende Betriebssystem einsetzt.

Was den Anwender interessiert

Benutzer oder Anwender sind in der Regel Menschen, die mit dem Computer bestimmte Ergebnisse und Darstellungen erzielen wollen. Der Computer ist ihr Arbeits- oder Spielgerät. Sie verhalten sich zum Computer wie zu einem Auto. Grundsätzliche Anforderung: Er muss fahren, das heißt ganz einfach funktionieren. Den normalen Benutzer interessiert nicht, ob der Computer mit oben liegender Nockenwelle arbeitet oder dergleichen. Ihn interessiert kaum, wo der Motor sitzt. Sein Interesse gilt der Bequemlichkeit, der Optik und der sicheren Beförderung von A nach B. Dafür sorgen im Computer die Anwendungsprogramme. Schwer genug für den Nutzer, Sie zu lernen. Noch schwerer und bisweilen richtig ärgerlich ist die Manie der Softwareindustrie, alle 1-2 Jahre Updates der Programme zu liefern. Häufig bringen sie neben Verbesserungen auch Verschlechterungen und meist Änderungen in vielen Teilen der Benutzerführung. Ergebnis: Der Anwender muss neu lernen, findet die gewohnten Funktionen nicht mehr oder nicht dort, wo er sie immer gefunden hat.

Den Benutzer interessiert selten, wie ein Computer genau funktioniert. Es bewegt ihn auch nicht, was sein Betriebssystem kann und leistet. Sein Fachwissen und sein Bedürfnis nach Computerunterstützung fokussieren ihn auf das Anwendungsprogramm. Und das macht Sie als Programmierer/in zum wichtigsten Verbündeten des Benutzers. Sie sorgen dafür, dass Benutzer mit ihrem Computer auf Du und Du stehen und sich voll auf ihren leichten Weg zum besten Ergebnis verlassen können. Sie stehen in jedem Moment hinter dem Benutzer und fragen ihn: Was brauchst du noch in deinem Programm, was kann ich für dich besser machen? Wenn Sie nicht auf Tuchfühlung mit dem Anwender gehen, wenn Sie nicht fragen und gut zuhören, dann geht es schnell, dass Sie zu Anwenders bestem Feind werden.

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