VBA – die Wunderwaffe im Alltag mit MS Office

Word, Excel, Access, PowerPoint, Project, FrontPage, Visio, Outlook – das ist die Software, mit der sich 95% aller Unternehmen Tag für Tag herumschlagen. Nicht, dass diese Microsoft-Produkte schlecht wären! Doch das Office-Paket ist konzipiert für einen sehr allgemeinen Bedarf. Und täglich entdecken Anwender in fast jedem Unternehmen, dass sie diese oder jene Funktion anders bräuchten, eine Erweiterung der Menüs wünschen, eine andere Benutzeroberfläche für sinnvoll halten, und vieles mehr. Dafür gab es schon immer die Abteilung für Kreative im Office, die neue Makros programmieren konnten. Aber das ist die kleine Lösung.

Heute hilft Visual Basic for Applications (VBA) weiter. Diese Programmiersprache wurde aus dem von Microsoft entwickelten Basic-Dialekt Visual Basic (VB) abgeleitet und kann Abläufe innerhalb der Microsoft-Office-Programme individuell steuern. VBA ist eine Scriptsprache, die objektorientiert arbeitet. Mit ihr kann man Programme erstellen, die über einzelne Office-Programme übergreifend arbeiten. Wenn es zum Beispiel um Ausgaben von Access-Datenbanken in Word geht, lässt sich das mit VBA einfach programmieren.

Mit VBA kann jeder Programmierer den Funktionsumfang von Word, Excel oder Access durch eigene Programmmodule erweitern. Standardbüroanwendungen werden so an spezielle Aufgaben im Unternehmen angepasst. Egal, ob Abrechnungen automatisiert, Formularsysteme entworfen oder ein Bestellsystem entwickelt werden soll – mit VBA gelingen sowohl einfache als auch hochkomplexe Lösungen. Steuerelemente einsetzen, Programme tunen, neue Applikationen kreieren, Daten zwischen den Programmen austauschen, Menü- und Symbolleisten neu gestalten, das alles ist in VBA machbar.

Wie das geht, lernen Sie hier!

VBA – in der Wirtschaft besonders gefragt.

Gerade in mittelständischen Unternehmen, die für teuere Software-Speziallösungen der Branchenriesen keine wirtschaftlich vernünftige Einsatzmöglichkeit sehen, sind VBA-Programmierer gut beschäftigte Mitarbeiter. Ob in der Lagerhaltung, im Adressbestand oder im Vertrieb – überall, wo es auf spezielle Datenbanklösungen ankommt, werden Excel und Access aufgemöbelt. Was hindert zum Beispiel zwei Vertriebsmitarbeiter, in einer Datenbank die gleichen Kundenadressen zu erfassen. Die Standardlösung in Access tut es nicht. Hier muss nachprogrammiert werden.

Kundenreportings, vertriebsunterstützende Programme, Projektsoftware, alles das gibt es zu Dutzenden als fertige Software zu kaufen. Das Drama: Jedes dieser Programme bietet wieder nur eine allgemeine Lösung. Es muss auf die spezifischen Anforderungen des Unternehmens angepasst werden. Schon deshalb liegt nichts näher, als die benötigten IT-Anwendungen im Unternehmen selber zu schaffen. Dies ist bei kleinen IT-Lösungen auch in großen Unternehmen der meist gewählte Weg.

Das große Missverständnis: VBA ist nichts für Stümper!

Viele Programmierer rümpfen bei VBA die Nase. Denn VBA wird oftmals als Einstieg in die Programmierung genutzt. Anfänger jedoch programmieren häufig nicht so sauber wie gestandene Profis. Das liegt aber nicht an VBA, sondern am Nutzer. Deshalb eine kleine Warnung: VBA sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern ordentlich lernen. Gerade bei VBA ist es notwendig, vor der Programmierung einen vernünftigen Softwareentwurf zu entwickeln. In der Programmierung sollte sehr strukturiert vorgegangen werden. Vor der bedenkenlosen Übernahme fertiger Makros, die allenthalben im Internet angeboten werden, ist nur zu warnen. Denn neben der Gefahr von Viren lauert ständig die Gefahr der Unübersichtlichkeit. Deshalb gibt es viele in VBA programmierte Systeme, die nicht mehr weiterentwickelt werden können, weil kein Programmierer die Struktur und die geschaffenen Zusammenhänge mehr entschlüsseln kann.

Wie Sie vernünftig VBA lernen, entdecken Sie hier!

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