VB .NET – die meistgenutzte Programmiersprache der Welt

Basic (Beginners All Purpose Symbolic Instruction) wurde 1963 zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Mit dem Aufkommen der PCs wurde es die Programmiersprache schlechthin, da es häufig gleich zusammen mit dem Betriebssystem ausgeliefert wurde. Erst zu Beginn der Neunziger Jahre sank der Stern von Basic gegenüber anderen Hochsprachen wie C und C++, weil es in seiner Funktionalität und seiner Erweiterbarkeit diesen Sprachen unterlegen war. Die Situation änderte sich, als Microsoft und die grafischen Benutzeroberflächen ins Spiel kamen (Graphic User Interface = GUI).

Microsoft, deren erstes Produkt ein Basic-Interpreter war, hielt Basic die Treue und verband 1991 ihren QuickBasic-Compiler mit einer Umgebung zur Gestaltung von interaktiven Benutzeroberflächen. Das war der Startschuss zu Visual Basic, mit dem man schnell und einfach Anwendungen für Windows erstellen konnte. Da Windows zum führenden Betriebssystem für PCs wurde, blieb auch Visual Basic nichts anderes als ein Triumphzug vorbehalten. VB ist heute die am stärksten verbreitete Programmiersprache der Welt.

Was macht Visual Basic so beliebt?

Visual Basic ist eine proprietäre, objektorientierte Programmiersprache. Ihre neueren Versionen basieren komplett auf dem .Net Framework.

Der wichtigste Vorteil von Visual Basic ist, dass diese Programmiersprache relativ einfach zu lernen ist. VB ist bewusst an die englische Sprache angelehnt und benutzt sprechende Wörter anstelle von Symbolen. Von Anfang an wurde Visual Basic für den Einsatz in einer integrierten Entwicklungsumgebung konzipiert. Daraus resultiert ein weiterer Vorteil: VB-Programme sind schneller zu schreiben als Programme in den meisten anderen Sprachen. Ebenso vorteilhaft: VB und vor allem die dann folgenden VB .NET-Versionen gelten als sehr gut dokumentiert. Die entsprechende Bibliothek, die MSDN Library, ist eine der größten Dokumentationen einer Sprache, Architektur und Entwicklungsumgebung.

Zu der enormen Verbreitung von Visual Basic hat sicher auch beigetragen, dass den Programmierern der komplette Komfort von Windows zur Verfügung steht. Nicht jede Schaltfläche muss extra programmiert werden. Dafür gibt es die gut ausgestattete Werkzeugkiste.

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Von Anfang an

Visual Basic 1 wurde im Jahr 1991 noch neben einer parallel entwickelten Version für DOS-Rechner verkauft. Dadurch wollte Microsoft die vielen DOS-Nutzer anfüttern und zum Wechsel zu Windows animieren. Von Anfang an gab es zwei unterschiedliche Ausführungen, die Standard und die Professional Edition. Mit Visual 2 und 3 kam in den folgenden Jahren der schnelle Abschied von DOS. Visual Basic war jetzt nur noch auf Windows ausgerichtet. Die wichtigste Neuerung waren die Zusatzsteuerelemente (Controls), mit denen zum Beispiel auch C-Programmierer die Funktionalität von Visual Basic erweitern konnten.

In VB 4 gab es erstmals eine 32-Bit-Version, mit der man optimierte Programme für Windows NT und Windows 95 ausarbeiten konnte. VB 5-Programme wurden schon in nativem Code kompiliert, der Quelltext konnte nicht mehr wie bei den Vorgängerversionen direkt aus der ausführbaren Datei gezogen werden. Außerdem wurden in den Versionen 4-6 die ersten objektorientierten Elemente integriert, und die Performance wurde stark verbessert. Trotzdem waren Programme in VB immer noch langsamer als etwa C++-Programme.

Mit Visual Basic .NET wurde VB radikal verändert, um der .NET-Architektur zu entsprechen und den Vorsprung einiger anderer Programmiersprachen aufzuholen. Vollständige Objektorientierung, Codewechsel in der Zwischensprache und umfangreiche Funktionsbibliotheken waren einige der herausragenden Änderungen. Visual Basic .NET gehört zur neuen Generation der Programmiersprachen von Microsoft und zählt inzwischen zu den gefragtesten Entwicklertools. Nach wie vor ist Visual Basic als die Programmiersprache von Microsoft weltweit führend.

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